Schnarchen schadet Beziehung


Belastung für Körper und Partner
Schnarchen schadet Beziehung

Wie wohltuend ein erholsamer Nachtschlaf ist, merkt man erst, wenn er gestört ist – zum Beispiel durch einen schnarchenden Partner. Hinter den lauten Atemgeräuschen stecken aber manchmal auch ernste Erkrankungen.

Schlechter Schlaf neben einem Schnarcher

Eine aktuelle forsa-Umfrage unter 1012 Personen im Auftrag der Initiative Deutschland schläft gesund der Deutschen Stiftung Schlaf bringt es an den Tag: Ein schnarchender Partner stellt eine ernsthafte Belastung für die Beziehung dar. Drei Viertel der befragen Frauen und 6 von 10 Männern gaben bei der Befragung an, dass ihr Lebenspartner schnarcht. Die Konsequenz ist bei zwei Dritteln der Fälle eine gestörte Nachtruhe und bei fast jedem 8. Betroffenen führt das laute Schnarchen zu getrennten Schlafzimmern.

Die Partner von Schnarchern entwickeln unterschiedliche Strategien, mit denen sie den nächtlichen Lärm versuchen zu stoppen: Sie reichen vom Anstoßen des Schnarchers (45 Prozent) über Umdrehen im Bett (21 Prozent) und Aufwecken (11 Prozent) bis zur räumlichen Trennung in der Nacht.

Manchmal Hinweis auf schwerwiegende Ursache

Unter den Schnarchern weiß nur ein Bruchteil (5 Prozent), dass ein Gang zum Arzt durchaus ratsam sein kann. Nächtliche Atemaussetzer, die das Schnarchen manchmal begleiten, können ernsthafte körperliche Folgen haben: Diese meist unbemerkte Schlafapnoe wird mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischer Bronchitis und chronischem Husten sowie asthmatischen Beschwerden in Zusammenhang gebracht. Auch ein schlecht eingestellter Diabetes und Schlaganfälle scheinen laut Schlafforschern mit dem Schnarchen in Verbindung zu stehen.

Quelle: Ärzteblatt

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